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  • Marvin Schoppe

Ein Leben mit acht Pfoten - Unterwegs im Harz

Aktualisiert: März 19

Hallo ihr Lieben,

mein erster Blog. Schon lange habe ich mit diesem Gedanken gespielt, dem Gedanken, dass ich aus unserem Leben erzähle. Wenn ich von unserem Leben spreche, dann meine ich damit das Leben von Celin, meiner Verlobten, Kep und Mio, unseren beiden Border Collies, und mir – Marvin –, Fotograf und Grafikdesigner aus Leidenschaft.



Aber was werde und will ich euch eigentlich erzählen? Nun ja, da wären zum einen ganz belanglose Dinge aus dem Leben und zum anderen, und darum wird es wohl zum größten Teil gehen, unsere gemeinsame Liebe zur Natur, dem Harz, und dem Wandern. Gemeinsam sind wir nämlich dabei den Harz abseits der asphaltierten Straßen zu erkunden. Immer dabei unsere beiden Goldbuben, zwei Rucksäcke, etwas Proviant, zwei Stempelhefte für die Harzer Wandernadel und natürlich eine Kamera – was wohl das wichtigste Gepäckstück sein dürfte.

Und hier sind wir nun. Feierlich darf ich nun meinen ersten Blog starten. Und was würde besser für den ersten Blogbeitrag passen als die Stempelstelle Nr. 1 der Harzer Wandernadel? Diese ist übrigens an der Staumauer der Eckertalsperre zu finden. Inmitten der Talsperre verlief übrigens zu DDR-Zeiten die innerdeutsche Grenze, was man noch an einer Säule auf der Mitte der Staumauer erkennen kann.


Zu Zeiten von Corona sind wir froh, wenn wir mit unseren beiden Border Collies die Ruhe im Harz genießen können. Deshalb sind wir heute schon so früh es geht gestartet, damit wir den großen Wanderanstürmen entfliehen können. Gefühlt haben auf einmal alle nur noch ein Hobby – wandern.

Nun ja, wir haben auf unseren 12km zum Glück nur wenige Menschen gesehen und konnten diesen mit ausreichend Abstand zueinander einen schönen und gesunden Tag wünschen.

In meinen Gedanken hat mich der Harz mit seinen Problemen heute etwas an unsere Probleme erinnert. Ähnlich wie Corona uns einschränkt, schwächt und teilweise in Quarantäne schickt ist es hier meiner Meinung nach auch. Im übertragen Sinn meine ich damit den Borkenkäfer und das damit verbundene Waldsterben. Während unsere Wanderung sind wir durch traumhafte Landschaften gewandert.

Hin zur Eckertalsperre und entlang des Pionierweges bis hin zum Skidenkmal war die Natur völlig intakt – schon fast unwirklich in unserem so angeschlagenen Harz. Klar war durch die vergangenen Stürme ordentlich was an Fichten umgeknickt, aber es war eigentlich kein durch den Borkenkäfer abgestorbener Baum zu sehen. Wunderschöne Wandertrails über Wurzelwerk und Harzgestein.

Ich erinnere mich noch, dass ich am Skidenkmal – Stempelstelle Nr. 19 – noch zu Celin gesagt habe, dass es komisch ist, dass der Wald noch so gesund ist. Keine 500 Meter und einen Abzweig nach links später war er da, der Harz wie man ihn – leider – kennt. Immer wieder erschreckend ist für mich aber, dass das ganze Ausmaß von den Straßen aus nicht annähernd in seiner ganzen Größe zu sehen ist.



Übertragen wie die Borkenkäferplage auf uns Menschen. Auch Covid-19 ist den Wenigsten in den vollen Ausmaßen deutlich. Vielleicht ist ja genau dieser Shutdown der Gesellschaft die Rettung für unsre Natur. Schauen wir doch einfach mal nach oben in den Himmel. Kaum noch Flugzeuge fliegen. Schauen wir in die Städte sehen wir, kaum noch Autos fahren. Vielleicht hat unsere Natur genau diesen Virus gebraucht, um ihren eigenen „Virus“ bekämpfen zu können?



Die unwirkliche Landschaft – von vielen übrigens mit einem Atomunfall verglichen – haben wir dann hinter uns gelassen. Das letzte Stück waren wir dann wieder neben der Radau auf einem kleinen aber feinen Wanderstieg unterwegs zurück zum Ausgangspunkt.



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